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Unterlagen für die Baufinanzierung: Was die Bank wirklich braucht

12. Okt.
3 Min. Lesezeit
Aufgeräumter Stapel Dokumente auf einem Küchentisch, eigene Aufnahme · Alt-Text: „Sortierte Unterlagen für eine Baufinanzierung auf einem Küchentisch"

„Warum wollen die denn so viel wissen?"

Diese Frage hören wir häufiger als jede andere, sobald es um die Unterlagen für die Baufinanzierung geht. Die Antwort ist unspektakulär: Die Bank kennt Sie nicht. Sie trifft eine Entscheidung über eine Summe, die Sie über Jahre begleiten wird, und sie trifft sie auf Grundlage von Papier.

Jede Unterlage beantwortet eine von vier Fragen. Wenn Sie das einmal verstanden haben, ist die Liste keine Zumutung mehr, sondern eine Logik.



Frage 1: Wer sind Sie?

Personalausweis oder Reisepass, bei beiden Antragstellern. Mehr ist es an dieser Stelle nicht. Achten Sie darauf, dass das Dokument gültig ist und dass beide Seiten lesbar sind — abgeschnittene Ränder sind der häufigste Grund, warum wir noch einmal nachfragen müssen.


Frage 2: Was kommt regelmäßig rein?

Hier geht es um Ihr Einkommen, und hier hängt es von Ihrer Situation ab.

Als Angestellte sind das die Gehaltsabrechnungen der letzten Monate und der letzte Steuerbescheid. Bei einer Rente die Rentenanpassungsmitteilung. Wer selbstständig ist oder ein Gewerbe hat, braucht mehr: Jahresabschlüsse, betriebswirtschaftliche Auswertungen, Einkommensteuerbescheide.

Dazu kommen Kontoauszüge. Nicht, um zu bewerten, wo Sie einkaufen — sondern um zu sehen, dass das Einkommen tatsächlich so eingeht, wie es auf der Abrechnung steht.


Frage 3: Was haben Sie, was schulden Sie?

Nachweise über Eigenkapital: Kontostände, Bausparverträge, Depotauszüge. Und die andere Seite: laufende Kredite, Leasingverträge, Unterhaltsverpflichtungen.

Weglassen bringt hier nichts. Alles, was regelmäßig vom Konto geht, ist ohnehin auf den Auszügen zu sehen. Ein vergessener Kredit kostet am Ende nur Zeit.


Frage 4: Um welches Haus oder welche Wohnung geht es?

Der größte Block, und der, bei dem Sie am meisten auf andere angewiesen sind: Exposé, Grundrisse, Wohnflächenberechnung, Lageplan, Fotos, Grundbuchauszug, Energieausweis. Bei einer Eigentumswohnung zusätzlich Teilungserklärung und die Protokolle der Eigentümerversammlungen. Beim Neubau Baubeschreibung, Bauvertrag und Kostenaufstellung.

Vieles davon liegt beim Verkäufer, beim Makler oder bei der Hausverwaltung. Fragen Sie früh danach — hier entstehen die längsten Wartezeiten.


Worauf es bei jedem Dokument ankommt

Drei Dinge entscheiden, ob eine Unterlage durchgeht oder zurückkommt:


Vollständig. Ein Kontoauszug über drei von vier Seiten ist kein Kontoauszug. Bitte immer das ganze Dokument, auch die Seite mit den Fußnoten.

Lesbar. Ein Foto vom Bildschirm, schräg und mit Spiegelung, kostet alle Beteiligten einen zusätzlichen Durchgang. Ein gerade abfotografiertes Blatt bei Tageslicht reicht völlig.

Aktuell. Die Bank sieht das Datum. Ein Nachweis aus dem vorletzten Jahr wird nachgefordert.


Der einfachste Weg

Sie müssen sich diese Liste nicht merken. In Ihrem Kundenportal steht eine Checkliste mit genau den Dokumenten, die in Ihrem Fall gebraucht werden, und Sie laden alles an einer Stelle hoch. Was noch fehlt, sehen Sie dort — und wenn etwas liegen bleibt, melden wir uns mit der konkreten Liste. Nie mit dem Satz, dass „noch etwas fehlt".


Häufige Fragen

Muss ich alle Unterlagen auf einmal einreichen?

Nein. Für das erste Gespräch reichen wenige Dokumente, damit ein Bild entsteht. Der Rest kommt Schritt für Schritt dazu, und die Checkliste im Portal zeigt Ihnen jederzeit, was noch offen ist.

Reicht ein Foto mit dem Handy?

In den meisten Fällen ja, wenn das ganze Blatt zu sehen ist, nichts abgeschnitten ist und der Text scharf ist. Fotografieren Sie gerade von oben und bei Tageslicht, dann gibt es selten Rückfragen.

Was passiert, wenn eine Unterlage fehlt?

Dann geht es an dieser Stelle nicht weiter, bis sie da ist. Deshalb melden wir uns frühzeitig mit einer konkreten Liste — damit aus einem fehlenden Blatt keine lange Pause wird.


Ihr nächster Schritt

Wenn Sie im Vogtland ein Haus oder eine Wohnung finanzieren möchten, müssen Sie nicht erst alles beisammenhaben, bevor Sie sich melden. Im Gegenteil: Nach einem ersten Gespräch wissen Sie genau, welche Unterlagen in Ihrem Fall gebraucht werden und in welcher Reihenfolge.


 
 
 

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